NNVM-Info Nr. 27

Aus NNVM (Netzwerk der Naturwissenschaftlichen Vereinigungen in Mitteleuropa)
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Inhalt:
  1. Öffnungsstrategie
  2. Datenbegrenzung
  3. Öffnung zu den naturkundlichen Museen
  4. Wandel in der Vereinslandschaft abbilden
  5. Spezialisierte Vereine konsequenter aufnehmen
  6. „Wissenschaftsfurcht“ abbauen
  7. NNVM-Tagung 2012 in Berlin

Kurzbericht über die Ergebnisse der NNVM-Konferenz in Bonn 2011

Die diesjährige Tagung des NNVM in Bonn, bestens ausgerichtet von Dr. Herman Josef Roth vom Naturhistorischen Verein der Rheinlande und Westfalens, ist zu Ende. Ein ausführlicher Bericht (mit Fotos) von Herrn Dr. Münchau (Lübeck) wird in Kürze auf der Homepage des NNVM zu sehen sein. Aber auch in der Sache war unser Treffen sehr ergiebig. Hier stellen wir jetzt in Kurzform die wichtigsten Ergebnisse der Konferenz unserer Lenkungsgruppe zur künftigen Arbeit des Netzwerks zusammen:

1. Öffnungsstrategie: Das NNVM hat bisher eine vergleichsweise enge Definition seiner Aufgaben und Zuständigkeiten zugrunde gelegt. Es wird diese in Zukunft deutlich erweitern. Zwar bleibt der Schwerpunkt auch weiterhin unverändert, doch werden wir ab sofort dem Umfeld der klassischen naturwissenschaftlichen Vereine eine größere Aufmerksamkeit schenken. Unser Netzwerk soll dadurch für Interessierte und Suchende noch einladender werden und ihnen den Zugang zu den Vereinen und Gesellschaften erleichtern.

2. Datenbegrenzung: Bisher wurde jeder Verein – wenn möglich – mit sehr vielen Einzeldaten aufgenommen. Das führte zu einem heterogenen Datenbestand (Vereine mit vielen vs. Vereine mit sehr wenigen Detailangaben). Da immer mehr Vereine heute eigene Homepages haben, die diese Informationen enthalten, wird das NNVM die notwendige Neugestaltung seiner Homepage dafür nutzen, einheitlich nur einen Minimalbestand der Einzelvereinsdaten zu verwenden. Der leichte Übergang auf die vereinseigenen Seiten, der die NNVM-Seiten beliebt macht, ersetzt dort alles, was hier wegfällt. Wir gewinnen nicht nur Einheitlichkeit, sondern auch Zeit und Platz für die unter den nachfolgenden Punkten erwähnten zusätzlichen Aufgaben.

3. Öffnung zu den naturkundlichen Museen: Die äußerst wichtige Rolle, welche Naturkundemuseen für die Vereine und umgekehrt oft auch die Vereine für die Museen spielen, wird künftig in unserer Arbeit eine größere Bedeutung bekommen. Bei der Neugestaltung der NNVM-Homepage wird sich dies darin zeigen, dass wir den Museen eine eigene Seite widmen und direkte Übergänge auf deren Homepages ermöglichen werden.

4. Wandel in der Vereinslandschaft abbilden: Die bisherige strikte Begrenzung auf die klassischen Naturwissenschaftlichen Vereine wird zugunsten einer offeneren Darstellung verändert. Zwar bilden jene Vereine auch künftig das Zentrum unserer Arbeit, wir werden aber nachvollziehen, dass es erhebliche Veränderungen in der dichter gewordenen Vereinslandschaft gibt, die sich in unterschiedliche Richtungen auswirken. Es gibt heute vielfältige Übergänge im Vereinscharakter, die rigide Abgrenzungen verbieten. Insbesondere die Zwänge der Naturschutzarbeit machen es erforderlich, stärker zusammen zu rücken und den freundschaftlichen Zusammenhang der verschiedenartigen Vereinigungen untereinander zu fördern.

5. Spezialisierte Vereine konsequenter aufnehmen: Bisher haben wir uns vor allem auf die Mehrsparten-Vereine konzentriert. Spezialisierte (z. B. botanische oder astronomische) Vereine wurden wegen Überlastung der Lenkungsgruppe nur auf Anforderung aufgenommen, und das hieß: bisher nur sehr wenige. Wir werden uns jetzt bemühen, dies vollständiger zu tun. Allerdings ist dies ein Arbeitsprogramm für Jahre! Ein Tip: Auf Hinweis erfolgt die Aufnahme schneller.

6. „Wissenschaftsfurcht“ abbauen: Nichtwissenschaftler neigen oft zu einem übertriebenen Respekt vor der Wissenschaft. Bei manchen Vereinen wirkt sich dies in falschen Vorstellungen aus, den ihr Name bei Laien erzeugt. Einige versuchen etwa durch einen Namen wie „Naturkundeverein“ diese Hürden abzubauen. Wir wollen künftig stärker daran mitwirken, die Verbindung von Wissen und Leben als etwas Normales, jedermann Zugängliches erscheinen zu lassen.

7. NNVM-Tagung 2012 in Berlin: Der Ort der nächsten Jahrestagung des NNVM steht bereits fest: Berlin. Partner wird das Museum für Naturkundemuseum in Berlin sein. Der genaue Zeitpunkt steht noch nicht fest.

Für die Richtigkeit: Prof. Dr. Peter Finke (Sprecher)

Quelle: https://nnvm.eu/web/NNVM-Info_Nr._27